Shawn Sweeney
 - 18. April 2016

SuccessFactors Onboarding – Teil 1: Kaffeemaschine zeigen reicht nicht

Onboarding - leerer Raum

Onboarding schafft nicht nur einen angenehmen Arbeitseinstieg für Ihre neuen Mitarbeiter, sondern ist eine Investition, die sich auszahlt. Was Sie mit Successfactors Onboarding bewirken können, möchte ich Ihnen in einer Artikelreihe erläutern. Im ersten Teil: Wann Onboarding beginnen sollte und welche Vorteile Sie dadurch gewinnen.

Der erste Tag ohne Onboarding

Nach einem kurzen Intermezzo mit der etwas verwirrt blickenden Empfangsdame erreicht Herr Thüre das Gebäude Ebene 4 Zimmer 213. Das sollte es also sein, sein neuer Arbeitsplatz. Der Ort, an dem er den Großteil seines Tages verbringen wird. Er klopft. Niemand antwortet. Vorsichtig öffnet er die Tür und blickt in einen sparsam eingerichteten Büroraum: kein Computer, nur ein grauer Tisch ohne Stuhl steht dort. Herr Thüre wartet. 15 Minuten, vielleicht länger. Schließlich kommt ein gehetzt wirkender Mann mittleren Alters herein. Ein kurzer Handschlag, eine knapp Begrüßungsfloskel mit falschem Namen, dann geht es auch schon los. 10 Schritte später stehen Sie in einem kleinen dunklen Raum, der Mann tastet nach dem Licht Schalter. Es wird hell: „So, hier ist schon mal die Kaffeemaschine!“

SuccessFactors Onboarding

Ein Laptop und ein Buch: Das ist leider viel zu oft alles, was neue Mitarbeiter zum Start in ihren Job erhalten.

Sie glauben ich fantasiere? Leider muss ich verneinen – jedes Element der Geschichte stammt aus mindestens einem Erlebnis von mir oder eines meiner Bekannten.

Keine Vorbereitung, keine genauen Instruktionen, ein verwahrloster Arbeitsplatz, kein Einbinden, kein Auffangen und Leiten – absolut keinen Respekt dem neuen Mitarbeiter gegenüber!

Ein solcher Start in das neue Arbeitsverhältnis wird mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür sorgen, dass in dem betroffenen Unternehmen…

  • eine hohe Droprate vor dem zwölften Monat herrscht
  • die neue Führungskraft mehr Energie als üblich in Vertrauen investieren muss
  • die anfängliche Motivation verringert und nicht optimal verwendet werden kann
  • nicht einmal kleine Aufgaben zu Beginn produktiv bearbeitet werden können

Wenn Sie Ihre neuen Mitarbeiter halten möchten, dann ist es zu empfehlen, schon frühzeitig Bindung aufzubauen und Informationen zu verteilen, also Onboarding zu betreiben.

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Der erste Tag mit Onboarding

Natürlich ist der von mir dargestellte Worst Case ein wenig überspitzt. Dennoch, wenn Sie über die ersten Tage Ihrer Kollegen nachdenken: Wurde immer ausreichend Onboarding betrieben?

Die Teilhabe am Unternehmen beginnt nicht – und ich wiederhole – nicht am ersten Arbeitstag, der auf dem Vertrag abgedruckt ist. Wann beginnt er dann? Wann beginnt er in Ihrem Unternehmen? Wann hat er bei Ihnen begonnen?

Meine Meinung:
Ab dem Tag des ersten Kontakts!

Es muss nicht unbedingt die zukünftige disziplinarische Führungskraft sein, die den Kontakt mit ihrem Mitarbeiter hält. Das Unternehmen muss aber von Beginn an mit dem neuen Mitarbeiter eine Bindung aufbauen, im Idealfall über ein Gesicht.

Im Optimalfall gilt es den Bewerber direkt aufzunehmen und nach erfolgter Unterschrift auch schon voll in das Team zu integrieren. Mindestens sein Name sollte überall gehört worden sein.

Ihre Vorteile durch SuccessFactors Onboarding

Abgesehen von der geringeren Droprate werden Sie noch weitere positive Effekte Ihrer investierten Zeit registrieren. Sie schaffen Vertrauen und eine erste Bindung der Person. Eben durch die persönliche Bindung schaffen Sie nach kurzer Zeit den mentalen Sprung des Mitarbeiters sich mit dem Unternehmen verbunden zu fühlen.

Aus Unternehmenssicht werden Sie zudem mit einem Herrn Thüre belohnt, der direkt am ersten Tag Ergebnisse liefern kann. Seine Motivation bleibt hoch und kann von der Führungskraft gut kanalisiert werden. Ebenso verringert ist der Realitätsschock, sodass weniger Berührungsängste die Arbeit im Team belasten.

Alles in allem werden Sie durch Onboarding in die Lage versetzt, Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum im Unternehmen zu halten und ab dem ersten Tag optimal einzusetzen.

Was brauchen Sie für SuccessFactors Onboarding?

Um ein gutes Onboarding zu etablieren, brauchen Sie einen Prozess oder sehr gut geschulte Personaler und Führungskräfte. In dieser Artikelreihe werde ich Ihnen einige Herangehensweisen und Tools vorstellen, mit deren Hilfe Sie einen gelungenen Prozess aufsetzen können. Als Anregung und zum Wissensaufbau werde ich Ihnen auch einigen theoretischen Hintergrund liefern. Im nächsten Teil der Artikelreihe stelle ich Ihnen vor, wie Sie Successfactors für den Einstieg ins Onboarding nutzen können.

 

Was denken Sie über Onboarding? Schreiben Sie doch Ihre negativen und positiven Erfahrungen zum Thema, gerne auch Kritik zu meinen Ansichten oder Vorschläge was Sie gerne noch erfahren möchten. Welche Themen oder Problematiken möchten Sie gerne behandelt sehen? Schreiben Sie mir eine Nachricht oder noch einfacher eine kurzes Kommentar mit Ihrer Anregung!

Shawn Sweeney

Shawn Sweeney

Durch knapp 8 Jahren HR Erfahrung in Kombination mit meiner Begeisterung für Technisches bin ich der perfekte Partner für Herausforderungen im Bereich HR-IT.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!



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2 Kommentare zu "SuccessFactors Onboarding – Teil 1: Kaffeemaschine zeigen reicht nicht"

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