Dirk Kellmann
 - 4. Mai 2016

SuccessFactors Learning – Dreh- und Angelpunkt oder Lückenfüller?

Das Gesamtkonstrukt SuccessFactors ist genauso komplex wie vielfältig einsetzbar; die verschiedenen Module lassen sich beliebig miteinander kombinieren und sind in ihrem Einsatzumfang skalierbar.

Betrachtet man im Speziellen SuccessFactors Learning, so stellt sich die Frage, wie dieses Modul in den Gesamtkontext SuccessFactors einzuordnen ist. Ist das Thema Lernen lediglich gebündelt im eigenen Modul vorhanden, oder zieht es sich wie ein roter Faden ebenso mit verschiedenen Schnittstellen durch alle anderen Module? Um diese Frage zu beantworten, werden nachfolgend verschiedene Anwendungsmöglichkeiten kategorisiert nach Modulen und Erweiterungen, sowie ausgewählte Beispielszenarien dargestellt.

SuccessFactors Learning: Überblick und Modulintegration

Abbildung 1: SuccessFactors Überblick und Modulintegration

Onboarding

Onboarding hilft einem neuen Mitarbeiter, optimal in den neuen Job zu starten. Links zu wichtigen Ressourcen, wichtige Informationen, Kontaktdaten von Ansprechpartnern und ein Leitfaden für die ersten Tage sind hilfreiche Werkzeuge, um den Einstieg eines neuen Mitarbeiters zu vereinfachen. Ebenso wichtig sind Schulungen und Kurse, die den neuen Mitarbeiter auf seine künftigen Aufgaben vorbereiten und ausreichend qualifizieren.

Beispiele für sonstige Schulungen im Onboarding finden sich auch in Sicherheitsunterweisungen oder beispielsweise Werksschutzschulungen und Anti-Korruptions-Learnings. All diese Items können direkt über das Onboarding Modul auf dem Startbildschirm des Nutzers verknüpft werden. Während manche Items wie Sicherheitsschulungen verpflichtend gemacht werden, können andere Schulungen wie beispielsweise Seminare zu Präsentationstechniken optional vom Mitarbeiter während der Onboarding Phase besucht werden.

Performance Management

Wurden mit einem Mitarbeiter Quartals- oder Jahresziele vereinbart, so können diesen Zielen auch unmittelbar Learning Items zugeordnet werden. Ist es beispielsweise Ziel des Mitarbeiters, in Q2 des laufenden Jahres das firmeninterne Management Seminar zu besuchen und den Abschlusstest mit 2.0 oder besser zu bestehen, so kann dieses Item aus dem Learning direkt mit dem Ziel des Mitarbeiters verknüpft werden. Über die Oberfläche des Moduls Performance Management, ist ein direkter Absprung in das LMS und das verknüpfte Item möglich.

Des Weiteren stehen dem Vorgesetzten zur späteren Beurteilung der Zielerreichung alle wichtigen Daten über das betreffende Item zur Verfügung, wie beispielsweise Teilnahme und Testbewertung. Anstatt dezentral aus mehreren Systemen Daten beziehen zu müssen, ist es somit möglich, unkompliziert einen transparenten Prozess zur Zielfestlegung, -erreichung und –bewertung zu etablieren.

Whitepaper: Prozesse im SuccessFactors Learning Basic Paket

Überblick der im SuccessFactors Learning Basic Paket abgebildeten Prozesse.

Succession Planning

Hauptmotivator für Fortbildung ausgehend vom Mitarbeiter ist häufig der Wunsch nach Karrierefortschritt! Strebt ein Mitarbeiter also eine andere Position im Unternehmen an, entweder in Form einer Beförderung oder auch durch Wechsel zu einem anderen fachlichen Schwerpunkt, empfiehlt es sich, den betreffenden Mitarbeiter im Voraus ausreichend auf die neuen Aufgaben und Anforderungen vorzubereiten. In Kombination mit ersten praktischen Erfahrungen in der neuen Position sind vor allem gezielte Schulungen zu benötigten Fähigkeiten und Kenntnissen sehr effektiv.

Im Sinne der Transparenz bei der Leistungsbeurteilung und Karriereplanung eines Mitarbeiters ermöglicht es SuccessFactors Learning, in direkter Weise Learning Items in die durch das Succession Management gegebene Roadmap zu integrieren. Somit ist sich der Mitarbeiter schon vor Antritt der Position über neue Anforderungen und Möglichkeiten zum Erlernen der benötigten Fähigkeiten und Kenntnisse bewusst. Zudem kann der Mitarbeiter zu jedem Zeitpunkt bei einem Blick auf seine Karriere Roadmap einfach auf die verknüpften Learning Items zugreifen und seinen Fortschritt in Richtung der neuen Position visuell nachvollziehen.

SAP Jam

SAP Jam ermöglicht ein kollaboratives Arbeiten der Mitarbeiter über ein firmeninternes soziales Netzwerk, das in den Grundzügen an Elemente von Facebook und YouTube erinnert.

Enthalten in jeder SuccessFactors Instanz ist der SAP Jam Basic Zugriff für alle Nutzer. Dieser ermöglicht es Mitarbeitern, optimal Wissen zu teilen und effizient zu Lerninhalten zu kommunizieren.

Für Fortbildungskurse können mit wenigen Klicks eigene Jam Gruppen erstellt werden, in denen Dokumente und Medieninhalte geteilt und bearbeitet werden können, Umfragen möglich sind und  Teilnehmer sich in gemeinsamen Diskussionen mit Themen des Kurses weiterführend auseinandersetzen können.

Verknüpfung von SAP Jam und SuccessFactors Learning

Abbildung 2: Verknüpfung von SAP Jam und SuccessFactors Learning

Individuelle SAP Jam Gruppen für Trainings - SuccessFactors Learning

Abbildung 3: Individuelle SAP Jam Gruppen für Trainings

Analytics

Analytics lassen zahlreiche Auswertungen für sämtliche Module zu, die auch für SuccessFactors Learning viele Einsatzmöglichkeiten und Vorzüge bieten. Auf einen Überblick stehen verschiedene Metriken zur Verfügung, z.B. die Zahl der Trainingsstunden pro Mitarbeiter, die Produktivitätsraten und Schulungsabschluss- und Abbruchraten. Jede dieser Metriken besitzt sowohl eine eindeutige Definition als auch eine transparente zugrundeliegende Berechnungsformel, sodass zu jeder Zeit Nachvollziehbarkeit gewährleistet wird. Damit können zentrale Fragen wie die Folgenden beantwortet werden:

  • Wie viel konnten sich die mit Fortbildungen adressierten Underperformer innerhalb eines Jahres verbessern, nachdem die ausgewählten Trainings besucht wurden?
  • Inwiefern korreliert die investierte Menge an Geld mit der Produktivität der Mitarbeiter?
  • Ist ein Unterschied in der Performance der Mitarbeiter, die optionale Trainings besucht haben, zu erkennen im Vergleich zu jenen, die keine besucht haben?

Fazit zu SuccessFactors Learning

Ist das Modul SuccessFactors Learning der SAP nun Dreh- und Angelpunkt oder Lückenfüller? Die Antwort: Es kommt darauf an. Und zwar darauf, welche Prioritäten Ihr Unternehmen setzt.

Spielt Weiterbildung eine untergeordnete Rolle in Ihrem Unternehmen? Gibt es ein fixes Fortbildungsprogramm für jeden Mitarbeiter und Jahresziele sind selten mit Fortbildung verbunden? Dann wird sich der Vorteil durch Integration von SuccessFactors Learning mit anderen Modulen für Sie in Grenzen halten. Da viele der beschriebenen Verknüpfungen und Features optional sind und deaktiviert werden können, könnten Sie diese ausblenden, um die Oberflächen übersichtlicher zu gestalten.

Oder investiert Ihr Unternehmen in die gezielte Weiterbildung seiner Mitarbeiter, um langfristig am Markt bestehen zu können? Suchen Sie nach einem Learning Management System, dessen Integration einen transparenten, durch Fortbildung gestützten Prozess für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter, Leistungsbeurteilung und Karriereplanung bietet? Dann finden Sie in SuccessFactors Learning in Kombination mit anderen sich im Einsatz befindlichen Modulen eine hervorragende Chance, Symbiose-Effekte, wie die obengenannten zu schaffen:

Aus vormals getrennten Systemen wird durch Integration von SuccessFactors Learning mit Hilfe von zahlreichen Verknüpfungen, Absprüngen und integrierten Funktionalitäten ein intuitives Usererlebnis und ein gut zu administrierendes Talentmanagement System.

Für einen grundlegenden Überblick und weitere Informationen finden Sie zudem unter folgendem Link eine 45 minütige Demo Hands-on direkt in SuccessFactors Learning:

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Dirk Kellmann

Dirk Kellmann

Mein Name ist Dirk Kellmann und ich bin begeisterter SAP Consultant bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

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