Dirk Kellmann
 - 27. August 2018

Das Meta Data Framework – Fluch und Segen

MetaData

Kaum ein anderer Begriff wird im SuccessFactors Umfeld wird so häufig in den Mund genommen. Sobald das SuccessFactors System an seine Grenzen kommt oder die Integration schwierig wird verweist der Berater auf das Meta Data Framework (kurz: MDF).


Doch ist dieses Framework wirklich so mächtig und welche Beschränkungen gibt es innerhalb des Frameworks für die Kunden? Diese Fragen werde ich für Sie in diesem Artikel beantworten.

Was ist das Meta Data Framework?

Das Meta Data Framework ist ein Erweiterungs-Framework welches über ein User-Interface von Administratoren konfiguriert werden kann. Das Framework bietet die Möglichkeit kundeneigene Objekte (genannt Metadata Objekte oder Generische Objekte) zu erstellen, zu ändern, zu pflegen oder zu löschen. Das Meta Data Framework wird innerhalb der SuccessFactors Suite zur Verfügung gestellt und löst die XML basierte Konfiguration des Systems ab. Die XML basierte Konfiguration kann nur von einem Implementierungspartner mit Provisioning Zugriff vorgenommen werden. Daher wird die gesamte SuccessFactors Suite durch den Einsatz des Meta Data Frameworks flexibler und der Kunde kann bei Bedarf auch selber Anpassungen vornehmen.
Über das MDF können Datenbank Objekte definiert und ihre Beziehung zu anderen Objekten festgelegt werden. Ebenso können die Daten in Workflows, in Regeln und im Reporting genutzt werden. Dazu ist das Meta Data Framework in drei Ebenen unterteilt

Meta Data Framework

Meta Data Framework

Meta Data Framework

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User Interface

Das User Interface wird verwendet um die Konfiguration dem Administrator zu ermöglichen. Dazu werden unterschiedliche Oberflächen zur Verfügung gestellt.

Business Logic

Der Bereich Business Logic dient dazu Regeln und Abhängigkeiten von Objekten zu definieren.

Object Model

Im Object Modell werden die MetaData Objekts definiert und ausgeprägt.

Wann nutze ich das Meta Data Framework?

Häufig wird das Framework bei der Erweiterung von Entitäten im Employee Central Modul verwendet. Ein anderer Anwendungsfall ist das Erstellen von kundeneigenen Erweiterungen für SuccessFactors. Dazu wird eine kundeneigene Anwendung implementiert, welche auf den SF Objekten und MDF Objekten arbeitet um kundeneigene Prozesse abzubilden, welche vom SuccessFactors Standard nicht vorgesehen sind. Auch die SAP baut Erweiterungen der aktuellen Suite basierend auf dem Meta Data Framework.
Sollten Sie mit dem Gedanken spielen Kundeneigenen Anwendungen zu erstellen sollten Sie grundsätzlich das MDF nutzen.
Vor allem auch deswegen, da alle MetaData Objekte mit Regeln ausgestattet werden können. Beispielsweise wird dadurch das DSGVO Gesetz innerhalb von SuccessFactors umgesetzt.

Was Sie bei der Verwendung des Frameworks berücksichtigen sollten?

Aber die Verwendung von MDF Objekten ist auch mit Vorsicht zu genießen. Beispielsweise können Kunden mit einer Employee Central Lizenz nur eine begrenzte Anzahl von Metadata Objekten erstellen. Diese Begrenzung kann durch die Lizensierung der SAP Cloud Plattform erhöht werden. Ebenso ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht die komplette Suite auf MDF umgezogen, wodurch MDF in einigen Modulen nicht genutzt werden kann. SAP arbeitet aktuell aber sehr schnell daran, die gesamte Suite auf das Meta Data Framework umzustellen. Aktuell wird beispielsweise das Onboarding Modul umgestellt.

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Fazit

Das Meta Data Framework ist ein mächtiges Werkzeug zur Erweiterung und Individualisierung der SuccessFactors Suite. Da die Suite noch nicht vollständig umgezogen ist stehen ihre Funktionalitäten noch nicht vollständig in jedem Modul zur Verfügung, weshalb gerade Berater vorsichtig mit der Allzweckwaffe Meta Data Framework umgehen sollten. Zumal die meisten Kunden von der Lizensierung der SAP Cloud Plattform absehen und daher auch nur begrenzt Objekte erstellen können.
Ich hoffe ich konnte Sie ein zum Thema Meta Data Framework auf schlauen. Vielleicht haben Sie auch schon Erfahrungen mit dem Meta Data Framework gesammelt. Gerne können Sie mir ihre Eindrücke, Fragen oder Anregungen als Kommentar mitteilen. Ich würde mich über den Austausch freuen.

Dirk Kellmann

Mein Name ist Dirk Kellmann und ich bin begeisterter SAP Consultant bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

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2 Kommentare zu "Das Meta Data Framework – Fluch und Segen"

Pedro Cardoso - 29. August 2018 | 09:03

Hallo Herr Kellmann,

in wie fern empfehlen Sie es Ihren Kunden das Meta Data Framework zu konfigurieren? Es hört sich schon sehr edukativ und hilfreich an, jedoch wenn es in dem Bereich noch Einschränkungen wie zum Beispiel die begrenzte Anzahl von Metadaten Objekten gibt, ist es dann Sinnvoll damit zu arbeiten? In wie naher Zukunft wird die Suite zu dem Meta Data Framework umgestellt und werden mit der Umstellung dann auch die Einschränkungen behoben?

Vielen Dank für Ihre hilfe.
Mit freundlichem Gruß,
Pedro Cardoso

Antworten
Dirk Kellmann - 4. September 2018 | 12:04

Hallo Pedro,

es ist definitiv sinnvoll mit dem Metadata Objekten zu arbeiten, da Diese das System sehr flexibel machen. Beispielsweise kannst Du ja Regeln hinterlegen und Automatismen starten um Daten zu replizieren oder zu verändern.
Die Begrenzung der Metadata Objekte ist ein Punkt welcher störend ist, aber auch eher dazu führen sollte, dass der Einsatz von MetaData Objekten vernünftig durchdacht wird.
Entscheidend ist, dass hier darauf geachtet wird einzelne Felder vernünftig in entsprechende MDF Objekte zu kapseln.

Beste GRüße

Dirk Kellmann

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