Denny Meyer
 - 31. Mai 2016

Von HCM On-Premise in die SuccessFactors Cloud

Wer seine Daten aus einer SAP HCM On-Premise-Lösung in eine hybride Cloud-On-Premise Lösung migrieren will, kann auf ein Add-on aus dem SAP-Standard zurückgreifen. Doch es handelt sich nicht um ein vollautomatisches Integration Tool. Was bedeutet das für Ihr Projekt? Wo sind die Grenzen des Tools? Ein Überblick.

SAP Integration Tool

SuccessFactors Cloud

Überblick: SuccessFactors Integrationsmodelle

Das Add-on unterstützt für einen Großteil der Daten eine vollautomatische Übertragung. Es handelt sich bei dem Tool jedoch nicht um ein vollautomatisiertes Integrationswerkzeug, sondern vielmehr um ein Rahmenwerkzeug für die Integration.

Vorteile des Add-ons

Mit dem SAP Integration-Add-on 3.0 können Sie sämtliche Ausgabeformate generieren lassen, die SuccessFactors unterstützt. Die Web-Service-Definitionen sind bereits als Teil des gelieferten Standardumfangs enthalten. So brauchen Sie die WSDL-Datei für die SuccessFactors-Verbindung nicht mehr selbst konfigurieren. SAP liefert Extraktionsprogramme, die die erwarteten SuccessFactors-Dateiformate erzeugen oder den richtigen Web-Service via PI aufrufen. Ebenso existieren eine Reihe von vorkonfigurierten Standard BADI-Implementierungen und Felddefinitionen, die die am häufigsten verwendeten SAP-Infofelder in die entsprechenden SuccessFactors-Felder abbilden. Zusammenfassend bedeutet dies für Sie, dass Sie Ihren Fokus bei der Migration der Daten nicht auf das Medium des Transportes oder der Formatierung der Dateien legen müssen, sondern allein auf die Fragestellung, welche Daten müssen und wollen wir übertragen.

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Nachteile und Grenzen

Ein Nachteil des Add-ons: Es sind noch einige Konfigurationsschritte und Schnittstellenanpassungen nötig, damit die Daten reibungslos transferiert werden können. Es würde den Rahmen des Artikels sprengen, alle denkbaren Fälle für Anpassungen zu beschreiben. Hier einige Beispiele, die individuelle Konfigurationen notwendig machen:

  • Um zusätzliche Felder, die im Standard nicht vorkonfiguriert sind, per Web-Service-Aufruf zu übertragen, muss die Kompensationsdatenstruktur in der PI erweitert werden. Hierzu müssen Sie den Proxy in SAP neu generieren lassen, damit die neudefinierten Felder importiert werden. Anschließend können Sie den BAdI zur Befüllung der Daten ausimplementieren und die Felder in der Schnittstelle („Field Set Configuration“) zuordnen.
  • Für eine neu geschaffene Stelle im Organisationsmanagement müssen einige Felder in Abhängigkeit von anderen Felder befüllt werden, jedoch erlaubt das Standard-Mapping die Befüllung nur durch eine Reihe von statischen Infotypfeldern. Um die gewünschte Anforderung jedoch zu realisieren, müssen Sie hier über einen Customer-Exit oder einer Erweiterung gehen, um alle Felder für das SuccessFactors-Module Onboarding zu migrieren.
  • In den Standard SAP BAdIs ist das „Originator“-Feld grundsätzlich gesperrt und kann nicht geändert werden. Dieses Feld definiert jedoch, wer der Inhaber der Stellenanforderung ist. Übersenden Sie dieses Feld in SuccessFactors kann dies zu Problemen führen, der richtigen Person Zugriff auf diese Stellenanforderung zu geben. Um den „Originator“ zu ändern, müssen Sie ein Enhancement für die SAP Standard-BAdI-Methode erstellen, um so die Standardwerte zu überschreiben.

Fazit

Zusammenfassend bietet die SAP mit dem „Integration Add-on 3.0“ eine enorme Arbeitserleichterung, um Daten aus dem SAP HCM On-Premise-System in SuccessFactors Cloud zu transferieren und umgekehrt. Es erfordert jedoch noch einiges an ABAP-Entwicklungsarbeit an den BAdDIs und Erweiterungen, um in den vollen Genuss der beiden integrierten Systeme zu kommen.

Nutzen Sie unsere unverbindliche telefonische Erstberatung oder buchen Sie unsere SuccessFactors-Berater direkt über diese Website.

SAP wird in Zukunft weitere Versionen des „Integration Add-on 3.0“-Tools bereitstellen mit dem Ziel, es zu einem vollautomatisierten Integrationstool zu entwickeln. Bis das Ziel allerdings erreicht ist, werden Sie weiterhin auf ABAP-Entwickler zurückgreifen müssen, um Ihre Anforderungen umzusetzen.

Sie überlegen, eine Integration von SuccessFactors in Ihre bestehende SAP HCM-Systemlandschaft durchzuführen? Sie benötigen Beratung, wie und womit Sie am besten anfangen? Sie haben bereits Ihr Datenmodel umgesetzt, aber weder das Knowhow noch die Ressourcen, Ihre Schnittstellen entsprechen anzupassen?

Bitte zögern Sie nicht, uns anzusprechen.

Denny Meyer

Denny Meyer

Mein Name ist Denny Meyer und ich bin begeisterter SAP Consultant bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

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